Recyclinglösungen

Wir leisten mit unserem Multimetall-Recycling einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

Gerade in der Metallindustrie ist Recycling eine Voraussetzung für effizientes und nachhaltiges Wirtschaften. Mit unserem Kernmetall Kupfer sind wir innerhalb der Metallbranche gut aufgestellt, denn Kupfer kann man ohne jeglichen Qualitätsverlust immer wieder aufs Neue recyceln. Unsere strategische Neuausrichtung hin zum Multimetall-Unternehmen hat zur Folge, dass wir verstärkt in die Recyclingprozesse von Edelmetallen und Nichteisenmetallen investieren. In der Folge haben wir uns sowohl in der Unternehmensstrategie als auch in der sich daraus ableitenden Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, durch das Recycling neben Kupfer viele weitere Metalle zu extrahieren und für die Gesellschaft nutzbar zu machen. So leisten wir über unsere Kernkompetenz Kupferrecycling hinaus einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft – und damit zur Schonung natürlicher Ressourcen.

Zu unserem Kunden- und Lieferantenkreis zählt unter anderem die verarbeitende Industrie. In deren Produktionsprozessen fallen Produktionsreststoffe an. Dies können Materialien mit sehr hohen Kupfergehalten sein, die sofort wieder in der Kupferproduktion eingesetzt werden können. Aber auch andere Stoffe werden von uns sinnvoll in den Wertstoffkreislauf eingeführt. Dazu zählen Materialien aus kupfer- und edelmetallhaltigen Stanzabfällen, legierte Schrotte, Schlacken aus Gießereien und andere industrielle Rückstände.

Im Rahmen unserer Closing the loop-Aktivitäten bauen wir gezielt Partnerschaften auf, bei denen wir die Wertstoffe unserer Kunden zurücknehmen.

An verschiedenen Standorten unseres Konzerns erzeugen wir aus Recyclingmaterialien neue Produkte. Spezialisiert auf Recycling sind unsere Standorte in Lünen (Deutschland) und Olen (Belgien) sowie die 2020 hinzugekommenen Metallo-Standorte in Beerse (Belgien) und Berango (Spanien). Sie machen aus den meist kupferhaltigen Recyclingrohstoffen wieder hochreines Kupfer und gewinnen zudem weitere wertvolle Metalle.

Das Werk in Lünen ist nach der EU-Normenreihe EN 50625 durch WEEELABEX zertifiziert. Das Zertifikat bestätigt eine effiziente Behandlung und Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten, bei der Umweltverschmutzungen vermieden und der Schadstoffausstoß verringert wird. An der Entwicklung des der Normenreihe vorangegangen Standards war Aurubis beteiligt.

In den Metallo-Werken werden jährlich aus mehr als 350.000 t komplexen Sekundärrohstoffen neben anderen Nichteisenmetallen Kupfer, Zinn, Blei sowie Metallprodukte wie Nickelsulfatlösung und Zinkoxid gewonnen. Es gilt dort die „Zero Waste”-Strategie („null Abfälle“): Möglichst alle Altmaterialien sollen in wertvolle Stoffe umgewandelt werden. Befördert wird dies durch den "Furnace of Innovation"-Ansatz („Schmelzofen der Innovation"), d.h. zunehmend komplexere Rohstoffe zu recyceln und in technologische Innovationen für die Raffinationsprozesse zu investieren. Damit nimmt Metallo eine Vorreiterrolle im Metallrecycling ein und ergänzt den entsprechenden Ansatz von Aurubis optimal.

An den Standorten Hamburg, Pirdop und Olen werden ebenfalls Recyclingrohstoffe zur Erzeugung von Kathodenkupfer und Edelmetallen verarbeitet. Auch die Primärhütten, deren Haupteinsatzmaterial das Kupferkonzentrat ist, setzen in gewissem Umfang Altkupfer ein, da es sich ideal für die Prozesskühlung eignet.

Für das Recycling haben wir zudem zwei Spezialunternehmen in unserem Konzern: Unser Tochterunternehmen CABLO ist auf das Recycling von Kabelproduktionsabfällen und Altkabelschrotten spezialisiert, E. R. N. auf das Recycling von elektrischen und elektronischen Geräten aller Art.