Pressemitteilung

Aurubis mit deutlicher Ergebnissteigerung im 1. Quartal: Operatives EBT bei 39 Mio. €

Hamburg | Freitag, 13. Februar 2015

Das für die Steuerung des Unternehmens maßgebliche operative Ergebnis vor Steuern (EBT) des Aurubis-Konzerns konnte im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 deutlich auf 39 Mio. € gesteigert werden (Vj. -3 Mio. €). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) – neben dem operativen EBT eine wichtige Steuerungsgröße des Konzerns – stieg auf 11,0 % (Vj. 0,3 %).

Zu dem guten Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr trugen insbesondere gestiegene Schmelzlöhne für Kupferkonzentrate und ein höherer Konzentratdurchsatz bei. Dieser war im Vorjahresquartal durch den großen Wartungs- und Reparaturstillstand in Hamburg stark beeinträchtigt.

Ebenfalls positiv wirkten sich eine höhere Kathodenprämie, ein leichter Anstieg der Schwefelsäurepreise, eine gute Verfügbarkeit von Altkupfer mit stabilen Raffinierlöhnen sowie eine insgesamt gute Nachfrage nach unseren Kupferprodukten aus.

Ungeplante Reparatur- sowie geplante Wartungsstillstände an den Standorten Hamburg, Lünen und Pirdop belasteten das Ergebnis.

 Das Ergebnis entsprach vor dem Hintergrund der guten externen Marktbedingungen einerseits sowie der saisonalen Effekte und der schwachen Performance mancher Anlagen andererseits unseren Erwartungen“,

fasste Dr. Bernd Drouven, Vorsitzender des Vorstands von Aurubis, zusammen.

Der Umsatz des Aurubis-Konzerns betrug 2.635 Mio. € (Vj. 2.793 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen geringeren Absatz von Kathoden und Edelmetallen zurückzuführen.

Der Netto-Cashflow lag bei 102 Mio. € und damit deutlich unter dem Vorjahr
(300 Mio. €). Der Vorjahreswert war ungewöhnlich hoch, weil Working Capital, das für den Großstillstand in Hamburg aufgebaut worden war, im Laufe des 1. Quartals 2013/14 wieder abgebaut wurde.

Auf Basis IFRS wurde das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 33 Mio. € gesteigert
(Vj. -73 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis enthält im Gegensatz zum operativen Ergebnis u.a. Bewertungseffekte durch Kupferpreisschwankungen. Für die Beurteilung des Geschäftsverlaufs und für die Steuerung des Unternehmens ist für Aurubis daher das operative Ergebnis ausschlaggebend.

Ausblick

Der internationale Kupfermarkt dürfte auch 2015 fundamental gut gestützt sein – Marktbeobachter erwarten einen niedrigen Überschuss bzw. einen ausgeglichenen Kupferkathodenmarkt. Daher gehen wir von einer guten Nachfrage nach Kathoden mit einem hohen Prämienniveau aus.
Wir erwarten für den Kupferkonzentratmarkt ein gutes Mengenangebot mit hohen Schmelzlöhnen. Dasselbe gilt für den Altkupfermarkt, der jedoch sensibler auf Kupferpreisveränderung reagiert: Hier können sinkende Kupferpreise kurzfristig Verfügbarkeit und Verarbeitungslöhne beeinträchtigen. Für Schwefelsäure rechnen wir mit einem anhaltend stabilen Absatz.

Für unsere Produktmärkte zeigt sich ein differenziertes Bild: Während wir einen stabilen Absatz von Kupfergießwalzdraht erwarten, prognostizieren Marktbeobachter eine stagnierende Nachfrage nach Stranggussformaten. Auch im Mark für Bandprodukte wird mit schwierigeren Bedingungen gerechnet.

Da wesentliche Einnahmen von Aurubis US-Dollar-basiert sind, erwarten wir aus dem starken US-Dollar positive Ergebnisbeiträge.

Für die Standorte Hamburg und Lünen wurde im Herbst ein Ergebnisverbesse-rungsprojekt gestartet, das insbesondere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Materialmanagement, der Produktion und der Instandhaltung umfasst. Konzernübergreifend wurde zudem das Programm „Step up“ aufgesetzt, das auf Wachstum, Effizienzsteigerung, Kostensenkung sowie Optimierung des Netto-Umlaufvermögens zielt.

„ Sowohl die Entwicklung der wichtigsten Märkte als auch unsere Programme zu Ergebnisverbesserung und Effizienzsteigerung dürften sich im laufenden Geschäftsjahr positiv auswirken. Wir erwarten daher für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 ein deutlich über dem Vorjahr liegendes operatives Ergebnis und eine leicht steigende Rendite auf das eingesetzte Kapital“, sagte Dr. Bernd Drouven abschließend.

Den vollständigen Bericht über die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2014/15 finden Sie in der Downloadliste rechts.

 

 

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Angela Seidler

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